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Management

Wozu braucht es ein Management für große Beutegreifer?

Die Wiederkehr der drei großen Beutegreifer Bär, Wolf und Luchs nach Österreich stellt eine große Herausforderung für  Naturschutz,  Land- und Forstwirtschaft, Jagd sowie die generelle Akzeptanz in der Gesellschaft dar. Alle drei Arten benötigen große Areale für ihre Reviere und Wanderrouten. Dabei halten sie sich nur selten an politische Grenzen und machen eine Zusammenarbeit der Bundesländer als auch der Nachbarstaaten notwendig, um Schutz- und Managementmaßnahmen gemeinsam zu koordinieren.

© H. Leitner
© H. Leitner

Raumplanung für Wolf und Co?

Gerade der Wolf erobert sich in Europa seine ursprünglichen Verbreitungsgebiete mit einer beachtlichen Dynamik zurück. Dabei ist die Toleranz des Menschen ihm gegenüber sehr unterschiedlich und es besteht geringere Akzeptanz bei Bewohnern ländlicher Lebensräume als in urban geprägten Gebieten. Große Beutegreifer sind ein natürlicher Teil des heimischen Ökosystems, ebenso spannend und faszinierend wie Reh, Hirsch und Co. Im Gegensatz zu diesen sind die großen Beutegreifer jedoch im Moment noch weit von einem günstigen Erhaltungszustand entfernt.

 

Zur Besiedelung des ursprünglichen Verbreitungsgebietes und um Insellebensräume mit Inzucht zu vermeiden, müssen die Tiere ihren natürlichen Wandertrieb ausleben können. Um Konflikte möglichst zu vermeiden ist es daher notwendig einen effizienten Herdenschutz und eine funktionierende Entschädigungslösung zu etablieren.

Wenn die Wolfsbestände in Österreich einen günstigen Erhaltungszustand erreicht haben, können einzelne Entnahmen entsprechend der Ausnahmeregelung des Artikel 16 durchgeführt  werden.

 

Eine Raumplanung mit Rückzugsgebieten und freizonenähnlichen Räumen sowie  Dichteregulierungen scheint nur für Arten des Anhangs V möglich, wenn sich diese Arten in einem günstigen Erhaltungszustand befinden.