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Verbreitung Luchs

Verbreitungskarte Luchs Österreich

Verbreitung in Österreich

Nur in zwei Gebieten gibt es momentan dauerhaft heimische Luchse: im Nationalpark Kalkalpen Region (OÖ) sowie im Mühl- und Waldviertel (OÖ/NÖ). In beiden Regionen versuchen Wiederansiedlungsprojekte überlebensfähige Populationen aufzubauen, was durch illegale Tötungen erschwert wird. Einzeltiere ziehen auch immer wieder durch die Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

 

Österreich hat ausreichend große Waldgebiete mit hohem Wildbestand, in denen der Luchs langfristig überleben könnte. Außerdem spielt Österreich eine Rolle beim Vernetzen der  Luchspopulationen zwischen den Alpen,Karpaten, Böhmen/Bayern, der Schweiz und dem Dinarischen Gebirge.

 

Erklärung Karte: 2006-2010 (Alpen) & 2008-2011/12 (Böhmen)

graue Zellen: sporadisches Vorkommen

dunkle Zellen: permanentes Vorkommen

rote Linien: Staatsgrenzen

Verbreitung in Europa

Laut dem Letztstand aus dem Jahr 2013 leben in Europa (ohne Ukraine, Weißrussland und Russland) aktuell zwischen 9.000 und 10.000 Luchse. Die meisten davon sind in Skandinavien (4.200–5.500 Tiere), in den Karpaten ( rund 2.400 Tiere) und im Baltikum (rund 1.600) beheimatet.

 

In Mitteleuropa gibt es nur kleinere, räumlich getrennte Luchsvorkommen, die allesamt aus Wiederansiedlungsprojekten der 1970er und 1980er Jahre stammen. Die räumliche Trennung und die kleinen Individuenzahlen bewirken eine genetische Isolierung und gefährden diese Populationen unter anderem durch Inzucht. Die größeren Luchsvorkommen sind hingegen stabil.

 

Erklärung Karte:

graue Zellen: sporadisches Vorkommen

dunkle Zellen: permanentes Vorkommen

rote Linien: Staatsgrenzen

Verbreitung des Luchses in Europa (Quelle: IUCN)
Verbreitung des Luchses in Europa (Quelle: IUCN)

Ursprüngliche Verbreitung

Bis auf wenige Ausnahmen war der Luchs ursprünglich in ganz Europa beheimatet. Bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts verschwand er aus gesamt West- und Südeuropa. Nur wenige Populationen in den Pyrenäen, auf dem Balkan und in Nordeuropa überlebten. Hauptursachen für das Verschwinden des Luchses waren sowohl großräumige Lebensraumzerstörung und Lebensraumfragmentierung im 19. Jahrhundert als auch aktive Bejagung. Zudem gingen die Beutetier-Populationen zeitgleich stark zurück.

 

Erst durch Schutzbestimmungen um 1950 begannen sich die verbliebenen Luchspopulationen zu stabilisieren und teilweise zu erholen. Ab 1970 wurden in verschiedenen Gebieten West- und Mitteleuropas Luchse wieder angesiedelt.