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Wolfshinweise (erkennen)

Lautäußerung

Der Wolf kommuniziert zu einem großen Teil über Lautäußerungen. Das kann ein Winseln sein oder Wuff-, Knurr- und Schreilaute. Winseln drückt meist Unruhe, Angst, Unzufriedenheit oder auch sexuelle Erregung aus. Knurrlaute dienen als Drohung, und einsilbige Wufflaute signalisieren zum Beispiel Erregung. Das langgezogene Heulen eines einzelnen Wolfes oder eines Rudels ist unverkennbar. Damit werden akkustisch die Reviergrenzen des Rudels gegenüber anderen Wölfen abgesteckt.

Trittsiegel und Fährte

Die Pfoten von Wölfen und Hunden sind grundsätzlich gleich aufgebaut, wobei Hundepfoten runder erscheinen als die eher länglichen Wolfspfoten. Auch die Spurstellung des Wolfes ist leicht mit einem großen Hund zu verwechseln.

Im Vergleich zum Hund sind die Zehenballen des Wolfes länger gestreckt und stehen weiter auseinander. Auch der Abstand zwischen den Mittelzehen ist größer als beim Hund. Die kräftigen Krallen des Wolfes hinterlassen deutliche Spuren. Die Vorderfußspur eines erwachsenen Wolfes ist etwa elf Zentimeter lang und etwa zehn Zentimeter breit, die Hinterfußspur ist etwa acht Zentimeter lang und sieben Zentimeter breit.

 

Im Gang beträgt die Schrittlänge 80 bis 90 Zentimeter. Im häufiger verwendeten Trab ist sie ungefähr einen Meter lang, beim Sprung und Galopp 1,5 Meter und mehr.

Wolfsspur (Quelle: P. Molinari, KORA)
Wolfsspur (Quelle: P. Molinari, KORA)

Trittsiegel des Wolfs (© H. Leiner)
Trittsiegel des Wolfs (©  H. Leiner)

Losung

Die dunkelgraue hundeähnliche Losung wird gerne prominent an auffälligen Plätzen wie Geländeerhöhungen, Wegen oder in Rissnähe abgesetzt. Sie ist zehn bis 15 Zentimeter lang und 2,5 bis drei Zentimter dick. Oft ist ein hoher Anteil an Haaren oder Knochenfragmenten zu erkennen. Häufig fällt sie dadurch auf, dass der Wolf mit den Hinterpfoten die Erde in unmittelbarer Nähe aufgescharrt hat. Die Losung hat einen scharfen Raubtiergeruch.

 

Im Unterschied zur Fuchslosung ist Wolfslosung wesentlich größer, mit einer gröberen Struktur. Nur eine genetische Analyse kann jedoch eine sichere Unterschiedung der Wolfslosung von Hunde- oder Fuchslosung liefern.

Wolfslosung mit gut erkennbaren Haaren der letzten Mahlzeit (© H. Leiner)
Wolfslosung mit gut erkennbaren Haaren der letzten Mahlzeit (© H. Leiner)

Rissbild

Die Jagdmethode des Wolfes wechselt von Beutetier zu Beutetier. Mittelgroße Beute wie Rehwild oder Rotwildkälber wird häufig mit einem Kehlbiss getötet. Große, wehrhafte Beute wie ein Rothirsch wird meist im Rudel und von hinten angegriffen. Dabei entstehen mehrere schwere Verletzungen, die aber immer gezielt und mit großer Kraft zugefügt werden. Hunde beherrschen diese Tötungstechnik nur selten und eine von Hunden gerissene Beute weist oft ungezielte und unterschiedlich schwere Verletzungen auf.

 

Während Hunde meist nur wenig fressen, verschlingt ein Wolf innerhalb kurzer Zeit große Fleischmengen. Einzeln jagende Wölfe fressen häufig zuerst nur an Keule und Schulter. Jagen mehrere Wölfe gemeinsam, wird auch der Bauchraum geöffnet. Einzelne Stücke der Beute können auch verschleppt und versteckt werden. Bleibt der Wolf ungestört, kommt er über mehrere Nächte zum Riss zurück und verzehrt ihn komplett. Nur bei größeren Beutetieren bleibt die Decke, große Knochen und der Pansen mit Inhalt zurück.

Gerissenes Reh mit Kehlbiss (© H. Leitner)
Gerissenes Reh mit Kehlbiss (© H. Leitner)
Rehriss (© H. Leitner)
Rehriss (©  H. Leitner)
Gerissenes Fohlen (© M. Leitner)
Gerissenes Fohlen (©  M. Leitner)